2017 – Reformation – Zeit für Veränderung

Reformation und Gegenreformation in München: Auch in München breitete sich die lutherische Reformation im 16. Jahrhundert aus – bis sie mit Hilfe der Jesuiten verboten wurde und sich die bayerischen Herzöge an die Spitze der Gegenreformation stellten. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts konnte dank der bayrischen Königin Karoline, einer Protestantin, der evangelische Glaube wieder praktiziert werden. Auf dem 2-stündigen Rundgang erleben Sie Stationen und religiöses Brauchtum.

Asamkirche

Die Asamkirche inmitten der Altstadt ist eine der eindrucksvollsten Kirchen in München. Erbauer waren die Gebrüder Asam, die hier auf kleinstem Raum all ihr Können zur Schau stellen. Vergoldete Figuren, geniale Stuckaturen und malerische Fresken: Vor dem Auge des Betrachters hebt sich der Vorhang zu einem himmlischen Theater des Spätbarock.

Bürgersaalkirche

Der Bürgersaal wird seit der Weihe des Hochaltars am 13. Mai 1778 inoffiziell auch Bürgersaalkirche genannt. Die Kirche ist – architektonisch einmalig – in eine Ober- und Unterkirche geteilt. In der Unterkirche ist die Grablege des selig gesprochenen Pater Rupert Mayer, der Präses der im Bürgersaal beheimateten Marianischen Männerkongregation und ein mutiger Prediger gegen den Nationalsozialismus war.

Dreifaltigkeitskirche

Die Kirche wurde 1711 bis 1718 im Stil des bayerischen Barock nach Plänen von Giovanni Antonio Viscardi erbaut. Während des Zweiten Weltkrieges war dies die einzige Kirche in der Münchner Innenstadt, die von der Zerstörung durch Bomben verschont blieb.

Frauenkirche (Dom)

Der Dom zu Unserer Lieben Frau, die Frauenkirche, ist die Kathedralkirche des Erzbischofs von München und Freising und gilt als das Wahrzeichen Münchens. Die Doppeltürme mit den charakteristischen Zwiebelhauben, den sogenannten welschen Hauben, sind weithin sichtbar. Ein Besuch des Doms, der die größte gotische Hallenkirche Süddeutschlands ist, darf bei keinem Stadtrundgang fehlen.

Glaubenswege in München

Begeben Sie sich auf einen Pilgerweg durch die Münchner Innenstadt: Die Rundgänge befassen sich nicht nur mit dem Katholizismus und Protestantismus, sondern auch mit der jüdischen Gemeinschaft und der Rolle der orthodoxen Kirche in München.

Heiliggeistkirche

Diese Kirche gehört zu den ältesten erhaltenen Kirchengebäuden Münchens. Im Mittelalter als Spital mit dazugehöriger Kapelle gegründet, liegt sie in unmittelbarer Nachbarschaft des Viktualienmarkts. Umbauten erfolgten im Stil des Barock und Rokoko. Im Inneren ist sie mit hochwertigen Fresken und Stuckaturen der Gebrüder Asam ausgeschmückt.

Herz-Jesu-Kirche

Die futuristisch anmutende Kirche in München-Neuhausen wurde nach einem Brand des Vorgängerkirchenbaus in den Jahren 1997-2000 neu errichtet und ist für Freunde moderner Architektur nicht nur durch die quaderförmig mit einer blauen 14 Meter hohen gläsernen Frontseite und transparenten Seiten interessant.

St. Anna-Kirche im Lehel

Die ehemalige Klosterkirche der Hieronymiten wurde im 18. Jahrhundert im Lehel errichtet. Architekt Michael Schiffer schuf hier in wegweisendem Stil die erste Rokokokirche Altbayerns. An der Innenaussattung des oval konzipierten Kirchenraums wirkten Meister wie die Brüder Asam und Johann Baptist Straub mit.

St. Georg Bogenhausen

Die Filialkirche St. Georg liegt als ehemalige Dorfkirche am Isarhochufer im Norden des historischen Dorfkerns von Bogenhausen. Im Inneren sind bedeutende Kunstwerke von Johann Baptist Straub (Hochaltar) und Ignaz Günther (Kanzel und Korbiniansaltar) zu sehen. Heute ist sie vor allem für ihren kleinen Künstlerfriedhof bekannt, auf dem viele Prominente ihre letzte Ruhe fanden.

St. Maria Ramersdorf

Die Pfarr- und Wallfahrtskirche in München Ramersdorf gehört zu den ältesten und wichtigsten Wallfahrtskirchen im Erzbistum München und Freising und ist mit bedeutenden Sakralwerken von Erasmus Grasser und Jan Pollack ausgestattet.

St. Michael

Die im 16. Jahrhundert errichtete Kirche ist dem Erzengel Michael geweiht und steht stilistisch am Übergang von Renaissance zu Barock. Viele Bauideen wurden von „Il Gesù“, der römischen Mutterkirche der Jesuiten übernommen. So wurde die Münchner „Michaelskirche“, die zugleich ein programmatisches Bollwerk der Gegenreformation war, vorbildgebend für viele barocke Kirchen im deutschsprachigen Raum.

St. Michael Berg am Laim

Die katholische Pfarrkirche Sankt Michael in Berg am Laim ist eine der prachtvollsten und bedeutendsten Sakralbauten im heutigen Stadtgebiet von München. Die spätbarocke Kirche wurde zwischen 1735 und 1751 im Auftrag des Kurfürsten und Erzbischofs von Köln Clemens August I. von Bayern nach Plänen des bayerischen Baumeisters Johann Michael Fischer errichtet.

St. Peter (Der Alte Peter)

Die Pfarrkirche im historischen Stadtzentrum am Petersbergl zählt zu den Wahrzeichen Münchens und ist das älteste kurz nach der Gründung Münchens, „ze den Munichen“, erwähnte Gotteshaus. Im prachtvollen Inneren befinden sich bedeutende Altäre und Sakralwerke berühmter Münchner Künstler und Meister des Rokoko. Der Turm, im Volksmund „Alter Peter“ genannt, bietet einen herrlichen Blick über München.

Stiftskirche Mariä Geburt Rottenbuch

Unweit der weltberühmten Wieskirche erhebt sich in Rottenbuch die ehemalige Stiftskirche und heutige Pfarrkirche Mariä Geburt. Mit ihrer prächtigen Rokokoausstattung mit Stuck des Wessobrunner Meisters Joseph Schmuzer und ausgemalt von Matthäus Günther gehört sie zu den sakralen Kostbarkeiten des Pfaffenwinkels.

Theatinerkirche St. Kajetan

Die Stiftskirche war Ordenskirche des Theatertinerordens sowie die offizielle Hofkirche und Grablege der Wittelsbacher. Sie ist die erste im Stil des italienischen Spätbarock erbaute Kirche nördlich der Alpen und verleiht dem Odeonsplatz mit ihrer lichten Fassade italienisches Flair.