859 Jahre Typisch München: Das Münchner Stadtmuseum

Was ist eigentlich „typisch München“? Die Dauerausstellung im Münchner Stadtmuseum, die 2008 anlässlich des 850. Jubiläums der Stadtgründung durch Heinrich den Löwen konzipiert wurde, widmet sich ganz der Frage nach der Selbst(er)findung Münchens: „Kunststadt“ und „Bierstadt“, Jugendstil und Biedermeier, Brecht und Hitler: Was ist Klischee, was ist „typisch München“ und vor allem: warum und seit wann? Eine besondere Zeitreise durch die Münchner Stadtgeschichte.

Alte Pinakothek

Die Alte Pinakothek ist eine der bedeutendsten Gemäldegalerien der Welt und präsentiert Europäische Meisterwerke vom Mittelalter bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. 2011 feierte das im Auftrag von König Ludwig I. errichtete Museum sein 175. Jubiläum. In dem einst wegweisenden Museumsbau des Architekten Leo von Klenze entfalten erstrangige Werke wie etwa von Albrecht Dürer und Peter Paul Rubens bis heute ihre beeindruckende Wirkung.

Bayerisches Nationalmuseum

Das an der Prinzregentenstraße gelegene Bayerische Nationalmuseum beherbergt kunst- und kulturhistorische Sammlungen von der Romanik bis ins 20. Jahrhundert vornehmlich süddeutscher, bayerischer und Münchner Provenienz: In den Abteilungen des seit über 160 Jahren bestehenden Museums sind gotische Meisterwerke Tilmann Riemenschneiders ebenso zu sehen wie feinste Porzellanfigurinen Franz Anton Bustellis. Überregional bekannt sind auch die Krippensammlungen.

Cuvilliéstheater

Das prächtige Cuvilliéstheater (ehemals Residenztheater) gilt als das bedeutendste Rokokotheater Deutschlands. Es befindet sich heute im sogenannten Apothekenstock der Münchner Residenz und gehört zu den bedeutendsten Bauwerken von François de Cuvilliés. Hier hob sich 1781 der Vorhang für die Uraufführung von Mozarts Oper „Idomeneo“, die er eigens für die Münchner Karnevalssaison komponiert hatte. Nach dem Zweiten Weltkrieg detailgetreu rekonstruiert, entführt das prunkvolle Interieur in die Welt der barocken Hofoper.

Deutsches Jagd- und Fischereimuseum

Sie möchten einmal einen Wolpertinger im Original sehen? Dann kommen Sie doch ins Jagd- und Fischereimuseum in der Münchner Fußgängerzone! Die Ausstellung informiert Sie umfassend zur Jagdgeschichte Bayerns.

Deutsches Museum

Das auf einer Isarinsel auf Betreiben Oskar von Millers erbaute Deutsche Museum ist mit seinem umfangreichen Bestand von rund 28.000 ausgestellten Objekten und Exponaten aus rund 50 Bereichen der Naturwissenschaften und der Technik das größte naturwissenschaftlich-technische Museum der Welt. Die spektakuläre Schau dokumentiert das uralte Streben der Menschheit nach Wissen, Erkenntnis und Fortschritt und schließt auch moderne Entwicklungen wie die Nanotechnologie mit ein.

Glyptothek & Antikensammlung

Der Griechenlandbegeisterung des 19. Jahrhunderts verdankt der Königsplatz sein klassizistisches Äußeres und die Münchner Museumswelt die Glyptothek und die Antikensammlung. Die Glyptothek zeigt eine reiche Sammlung antiker griechischer und römischer Statuen und Skulpturen. Die Antikensammlung ist eines der größten Museen in Deutschland für Griechische, Etruskische und Römische Kunst.

Museum Brandhorst

Das Ehepaar Anette und Udo Branhorst baute seit den siebziger Jahren eine umfassende Kunstsammlung mit Werken der zeitgenössischen Kunst auf und setzte einen persönlichen Schwerpunkt auf Künstler des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Im Münchner Kunstareal wird die Sammlung Brandhorst, zu der neben vielen anderen auch Werke von Cy Twombley und Andy Warhol gehören, seit 2009 in der farbenfrohen Architektur von Sauerbruch & Hutton präsentiert.

Museum Fünf Kontinente

Das Museum Fünf Kontinente, vormals Völkerkundemuseum, zeigt mit mehr als 150.000 Objekten die Einzigartigkeit und Vielfalt der Welt. Die Bestände umfassen Kunstwerke und Ethnographica der Kulturen außerhalb Europas. Neben Sonderausstellungen gibt es Dauerausstellungen zu Afrika, Indien, Ostasien, Nord- und Südamerika, Ozeanien und dem islamischen Orient.

Neue Pinakothek

Die Gemäldesammlung zeigt einen Überblick über die Epochen der europäischen Kunst von der Aufklärung bis zum Anbruch der Moderne und umspannt damit das späte 18., das gesamte 19. und die Anfänge des 20. Jahrhunderts. Neben Gemälden und Skulpturen des Klassizismus sind bedeutende Werke der Romantik, des Jugendstils und des Impressionismus zu sehen.

Pinakothek der Moderne

Die 2002 eröffnete Pinakothek der Moderne im Kunstareal München beherbergt vier Museen unter einem Dach: Kunst, Graphik, Architektur und Design des 20. und 21. Jahrhunderts werden in einem einzigartigen Museumsbau ausgestellt. Mit Kunst von der klassischen Moderne bis zur Gegenwart, darunter Werke von Pablo Picasso, Max Beckmann und Andy Warhol, stellt die Pinakothek der Moderne eine ideale Ergänzung der benachbarten Alten Pinakothek und Neuen Pinakothek dar.

Porzellansammlung Bäuml

Dieses Museum in Schloss Nymphenburg zeigt über 1.000 Exponate der im 18. Jahrhundert gegründeten Porzellanmanufaktur. Die Sammlung geht auf eine Mustersammlung des Unternehmers und Leiters der Nymphenburger Porzellanmanufaktur Albert Bäuml zurück. Zu den Höhepunkten zählen die filigranen Porzellanfiguren etwa der Commedia dell’arte, die Franz Anton Bustelli für die Nymphenburger Manufaktur schuf. Ein Ausflug in die höfische Lebenswelt des 18. Jahrhunderts und in die Geschichte des Porzellans gleichermaßen.

Porzellansammlung Dr. Schneider

In den ehemaligen Festsälen von Schloss Lustheim im Park des Schleißheimer Schlosses ist heute ein Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums untergebracht. Es enthält die größte Sammlung Meißner Porzellane des 18. Jahrhunderts außerhalb Dresdens, die der Industrielle Prof. Dr. Ernst Schneider dem Freistaat gestiftet hatte. Im prächtigen Ambiente von Schloss Lustheim entfalten die kostbaren Stücke ihre volle Schönheit und erzählen von der wirtschaftlichen und ideellen Bedeutung, die dem „weißen Gold“ an den barocken Höfen zukam.

Residenz

Das Stadtschloss der Wittelsbacher war Wohn- und Regierungssitz der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige. Der Palast ist das größte Innenstadtschloss Deutschlands und birgt eines der bedeutendsten Raumkunstmuseen Europas. Das Museum zeigt stilistisch die über Jahrhunderte gewachsene Residenz mit Zeugnissen aus Renaissance, Barock, Rokoko und Klassizismus.

Schackgalerie

Die Schack-Galerie entstand aus der Kunstsammlung des Mäzen Graf Adolf Friedrich von Schack. Die Sammlung, in der Prinzregentenstraße gelegen, enthält vor allem Werke Münchner und deutscher Landschafts- und Historienmaler des 19. Jahrhunderts, darunter Meisterwerke der deutschen Romantik von Carl Spitzweg, Moritz von Schwind, Leo von Klenze und Carl Rottmann.

Städt. Galerie im Lenbachhaus

Das Museum verdankt sein internationales Renommée der weltweit größten Sammlung von Werken des „Blauen Reiters“. Die Münchner Künstlergruppe um Paul Klee, Wassily Kandinsky, Franz Marc, August Macke, Gabriele Münter und Alexej Jawlensky suchte um 1900 nach ganz neuen Wegen der Form und des Ausdrucks. In den neugestalteten Räumen des Lenbachhauses kommen die revolutionären Werke, die die etablierte Kunst herausforderten, glänzend zur Geltung.

Villa Stuck

Der Malerfürst Franz von Stuck (1863-1928) stand am Ende des 19. Jahrhunderts im Mittelpunkt der Münchner Gesellschaft. Die Atelier- und Wohnräume in seiner 1897/98 erbauten neoklassizistischen Villa entwarf er selbst, sie waren wegweisend und huldigen ganz dem Jugendstil. Noch heute entführt die Villa Stuck in das Lebensgefühl des fin du siècle und zeigt neben den Atelier- und Wohnräumen mit Stucks Gemälden auch den nach historischem Vorbild angelegten Innenhof und Garten.